Birgit | 07.09.2006

Mit Orpheus und Eurydike bei Hades in der Unterwelt

Es ist zwar schon ein paar Wochen her, aber weil's ein besonderes Erlebnis war, will ich hier trotzdem nachträglich davon berichten.

Zusammen mit einigen ¬ KKKlern fuhr ich auf die Reutlinger Alb, an Unter/Oberhausen und Lichtenstein vorbei, hoch zur
¬ Nebelhöhle. Dort erwartete uns das ¬ Lindenhoftheater mit seinem Sommertheater "Selbst die Steine..."



Das Stück erzählte uns die Geschichte von Orpheus, dem großartigen Sänger der griechischen Mythologie, von seiner Braut, der Nymphe Eurydike, und von großer Liebe, Leidenschaft, Verlust und Tod.



Wir folgten den Beiden durch einen roten Vorhang hindurch, hinein in den Wald, vorbei an ihrem Liebesnest ...



... bis zu einer Lichtung, direkt über dem Albabstieg. Dort tummelten sich allerlei Personen. Jede von ihnen erzählte über sein Schicksal und vom Verlust eines geliebten Menschen.



Dann starb Eurydike. Hades, der Herrscher der Unterwelt, nahm sie mit sich nach unten ins Reich der Toten. Orpheus war verzweifelt und entschloss sich, ebenfalls dort hinab zu steigen um sie zu befreien. Er hoffte, Hades mit Hilfe seines schönen Gesanges dazu zu bewegen, ihm Eurydike zurück zu geben.



Die Nacht brach herein, noch ein paar Schritte weiter und schon ging's auch für uns nach unten, vorbei an wundersamen "Einblicken". Immer weiter, immer steiler, gings hinab, und dann tief hinein ins Schattenreich.



Bei 8°C erlebten wir mit, wie sich Hades doch tatsächlich erweichen lies und Orpheus erlaubte, seine geliebte Eurydike wieder mit hinauf in die Oberwelt zu nehmen. Doch nun mischte sich die Zeus-Tochter Persephone ein und stellte eine Bedingung: Orpheus müsse vorangehen und dürfe sich auf keinen Fall nach Eurydike umschauen. Natürlich wissen wir alle, dass ihm das nicht gelang.



Eurydike musste also wieder zurück, nach unten gehen, während wir, die Zuschauer, von Orpheus und vier Nymphen nach oben geleitet wurden. Diesesmal führte der Weg mitten durch die geheimnisvoll beleuchtete Höhle, vorbei an so mancher Schattengestalt, hinauf ...

... zurück auf die Bühne des Lebens. Dort wurde ausgelassen gefeiert, mit "Dance Me To The End Of Love" und



der Friedhofspolka von ¬ Stefan Hiss:

"Sie wohnten in Marmor, sie lebten im Dreck,
die einen tranken Wasser, die anderen Sekt,
hier auf dem Friedhof ham sie entdeckt,
wir sind alle gleich,
sind wir erstmal verreckt,

Hier liegen die Armen, hier liegen die Reichen,
hier liegen die Schwarzen, hier liegen die Bleichen
hier liegen die Harten, hier liegen die Weichen
egal, was sie waren, jetzt sind sie Leichen.

Hebt euer Glas und trinkt auf die Toten,
singet und tanzet und lacht,
hebt euer Glas und trinkt auf die Toten,
der Tag ist so kurz so lang ist die Nacht."





Letzte Kommentare
Nadia zu:  WG-Leben mit Bojana

Just schaue ich hier heute drauf und stelle fest, dass der letzte Eintrag genau…  


Nadia zu:  WG-Leben mit Bojana

Winter-Blog-Pause??

 


Nadia zu:  WG-Leben mit Bojana

Sommer-Blog-Pause???

 


Birgit zu:  Morgen geht's nach Rovinj ...

Das liegt daran, dass ich mir nen neuen Blog einrichten will ... aber auch dazu…  


Manu zu:  Morgen geht's nach Rovinj ...

Schön, mal wieder was Aktuelles von Dir zu lesen :-)
Ich wünsche Euch…  


Sarah zu:  Morgen geht's nach Rovinj ...

Hi Birgit, viel Spaß und eine gute Fahrt! Liebe Grüße Sarah

 


anja.h zu:  Frohe Weihnachten!

Was ist das denn fuer ein Bild?
Ich seh nen Weihnachtsbaum in schwarz auf…