Birgit | 24.08.2007
“Was ist das bloße Leben?” …
... heißt das zweite große ¬ Leitmotiv der diesjährigen Documenta.
Das Dritte: Was tun?
Hierbei geht es um Vermittlung von Kunst, ein längst überfälliges Thema, wie ich finde.
Wir buchen eine Führung durch die Documenta-Halle!

Anatoli Osmolovsky, Bread
Und haben Glück. Unsere geschulte "Vermittlerin" hält keinen Vortrag, sondern schickt uns auf Erkundungssreise. Sie animiert uns zum Suchen, Sehen, Raten und Beurteilen. Sie erzählt etwas über die Künstler und die Entstehung der Werke. Oder gibt nach etlichen Interpretationsversuchen unsererseits den Titel eines Werkes bekannt - wie z.B. hier: Bread (Brot)
Juan Davila, The Lamentation: A Votive Painting
(Mit Hinweisen auf Folter und Armut liefert Davila in seinen Bildern Kritik an Politik und Klassengesellschaft in Lateinamerika)
Der chilenische Künstler ¬ Juan Davila ist anscheinend einer der ganz großen Stars. Er stellt insgesamt 12 Arbeiten aus.
In unserer Gruppe empfinden so ziemlich alle dasselbe beim Betrachten seines Bildes: Ekel und Abscheu! Sieht oder sah so etwa sein "bloßes Leben" aus?
Iñigo Manglano-Ovalle, Phantom Truck The Radio
(Nachbildung eines originalgroßen mobilen Labors zur Herstellung biologischer Waffen)
Emotionale Schwerstarbeit auch hier (Foto oben): Der erste Raum ist leer, in ein helles, gleißendes, rot-orange getaucht und ein unangenhmer Ton schwirrt durch die Luft, der meinen Ohren weh tut. Der nächste Raum ist schwarz. Und doch kann man irgend'was erkennen - aber was genau? Es wirkt bedrohlich. Schnell wieder raus hier.
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Sheela Gowda, And…
... Später, im Fridericianum, wird's etwas angenehmer. Ich gehe weiter der Frage "der absoluten Verletzlichkeit und Ausgesetztheit menschlichen Lebens" nach. Denn, "wie in der Sexualität können absolute Verletzlichkeit und unendliche Lust unbehaglich dicht beieinander wohnen." sagen die Documenta-Macher. Wie wahr!
Iole de Freitas, Ohne Titel
(Orte des Durchschreitens und Verweilens)
Ich komme wieder auf die dritte Frage zurück: Was tun? Wie wird ästetische Bildung vermittelt?
"Mitunter gelingt es der Kunst, die Trennung zwischen schmerzvoller Unterwerfung und jauchzender Befreiung vergessen zu machen."
Für mich stellt sich jetzt eher die Frage, wie groß ist meine Empathie und Phantasie.
Vermutlich groß genug, denn ich kann nicht genug davon kriegen - von diesem bloßen Leben.
Also ich verstehe ja nicht viel von Kunst, aber die Abbildung des “Sheela Gowda” (is das der Name?) könnte auch ein Bild vom Kabelsalat hinter meinem Schreibtisch sein!? Und so ein paar weiße Stofffetzten (Iole de Freitas, Ohne Titel) hatten wir auch bei unserem Abi-Ball aufgehängt. ;)
Naja, da bleib ich lieber bei von mir sehr geschätzten großartigen Filmen, das ist nämlich wirkliche Kunst!!! :P
Just schaue ich hier heute drauf und stelle fest, dass der letzte Eintrag genau…
Nadia zu: WG-Leben mit Bojana
Winter-Blog-Pause??
Nadia zu: WG-Leben mit Bojana
Sommer-Blog-Pause???
Birgit zu: Morgen geht's nach Rovinj ...
Das liegt daran, dass ich mir nen neuen Blog einrichten will ... aber auch dazu…
Manu zu: Morgen geht's nach Rovinj ...
Schön, mal wieder was Aktuelles von Dir zu lesen :-)
Ich wünsche Euch…
Sarah zu: Morgen geht's nach Rovinj ...
Hi Birgit, viel Spaß und eine gute Fahrt! Liebe Grüße Sarah
anja.h zu: Frohe Weihnachten!
Was ist das denn fuer ein Bild?
Ich seh nen Weihnachtsbaum in schwarz auf…




