Adios España
Das war's. In ein paar Stunden geht unser Flug zurueck nach Stuttgart.
Die Alhambra - der Kalifenpalast der Nasriden Dynastie
Gestern verbrachten wir einen Tag in Granada. Der Bus braucht genau 1,5 Stunden von Malaga bis in die alte Maurenstadt, die wunderschoen inmitten der Sierra Nevada liegt.
Eine Spezialitaet hier ist: Chocolate y churros. Das ist ein frisch zubereitetes Gebaeck, dass man in eine leckere heisse Schokolade tunkt. Und wir fanden ein ueber 300 Jahre altes Kaffeehaus, in dem die Kellner und die Einrichtung fast genauso alt sind.
Als naechstes durchstreiften wir die Gassen und Straesschen im alten arabischen Viertel Albayzin, das ebenso wie die Alhambra zum Weltkulturerbe erklaert wurde. Von dort konnten wir schon einmal einen Blick auf die Palastanlage werfen.
Und dann gings hinauf in die meistbesuchteste Touristenattraktion Europas. Eintrittskarten muss man im Voraus reservieren. Hier seht ihr die gewaltige Befestigungsanlage:
Aber der Palast selbst schlaegt einfach alles. Das ist einfach "1000 und eine Nacht" pur!
Vamos a la playa
Heute war unser letzter Schultag und endlich schien mal wieder so richtig die Sonne vom blauen Himmel. Eigentlich wollten wir endlich mal shoppen gehen, entschieden uns aber fuer den Strand.
Drei Tage "schlechtes" Wetter bedeutet hier, einen bewoelkten Himmel, tagsueber 24 Grad und nachts 19 Grad. Die Spanier tragen dann sofort Rollkragenpullover und Winterjacken, waehrend wir und die Skandinavier immer noch in unseren Traegershirts rumlaufen.
Am Strand halten sich jetzt nur noch Auslaender auf, waehrend sich die Spanier schon ihren ersten Schnupfen geholt haben und auf die Kaelte schimpfen.

Nadia und ich haben heute jedenfalls noch einmal die warme Sonne genossen. Und selbst Wassertemperaturen von "nur noch" 24 Grad konnten uns nicht abschrecken, ein Bad zu nehmen.
Tengo la camisa negra - oder das unglaubliche Nachtleben von Málaga!
Tja, ueber die Naechte von Málaga muss ich natuerlich auch berichten, denn die sind wirklich bemerkenswert!
Die Spanier essen normalerweise fruehestens um 9 zu abend, eher um 10, verdad! Und danach macht man sich so langsam ans fortgehen. Zuerst trifft man sich irgendwo zum "caña" (frisch gezapftes kleines Bier) oder "tinto" (Rotwein).
Dann streift man durch die Strassen, klappert Tapasbars und andere Kneipen ab und schaut was geht. Man verhockt sich aber nicht.
Danach, so um 1 oder 2 Uhr nachts, geht's in die Salsa- oder Flamencobars. Dann in die Disko.
Oder man trifft sich auf den verschiedenen Plazas. Spaetestens um 3 Uhr pulsiert das Leben in der Stadt so richtig. Alle Strassen und Bars sind ueberfuellt, an ein Getraenk zu kommen ist fast voellig unmoeglich.
Das Ganze erinnert etwas an ein Stadtfest bei uns, im Hochsommer, um 11 Uhr abends. Nur, hier ist das jede Nacht so, donnerstags, freitags, samstags und sonntags etwas mehr und an den anderen Tagen etwas weniger. Wer's nicht glaubt, der muss einfach selbst mal herkommen! - Z.B. wie wir, fuer 2x 29,- mit Condor.
Und heute Abend um 11 sind wir wieder im "Sounds" zur Salsa-clasa verabredet. Dort gefaellt es uns richtig gut. Die Lieder hoeren sich fuer mich alle so aehnlich an wie "la camisa negra" von Juanes. Nadia hat dort nette Jungs kennengelernt, 2 marokkanische Wirtschafts-Studenten, die zum Glueck 5 Sprachen fliessend sprechen. Na, welcher gefaellt ihr wohl besser? ;-)
Instituto Picasso
So, es wird Zeit, endlich mal von unserer Schule zu berichten.
Am besten, ich stell hier mal meine Klasse vor:
- Nicola (23) und Carmen (22), Spanischstudentinnen aus Kalabrien (I)
- Joanna (20) aus England, jobbt in Torremolinos, will in Deutschland oder Spanien studieren
- Richard (24) "Demnaechst-BWL-Student" aus Schweden
- Sebastian (24), BWL-Student aus Augsburg, ist seit 6 Wochen hier
- Dirk (39), Manager bei Ikea, hilft einen IKEA-Laden in Malaga aufzubauen. Hat zusaetzlich nachmittags Privatunterricht.
- Heike (35) aus Chemnitz
Nadias Klasse ist aehnlich besetzt:
2 Norwegerinnen, 2 Daenen, 1 Daenin, 1 Japanerin, 1 Kanadierin
Vermutlich sind momentan ca. 65% Frauen und 35% Maenner an unserer Schule, insgesamt etliche Deutsche und auch viele Skandinavier. Im Fruehjahr gibt es wohl mehr Asiaten.
Die Jungs, die ich bislang kennengelernt habe studieren ALLE Wirtschaft - oder haben es studiert, oder wollen es studieren.
Wir haben jeden Tag 2 Stunden Grammatikunterricht und anschliessend 2 Stunden Konversation.
In den kleinen Pausen draengt sich alles um die PCs, und in der grossen Pausse sitzen wir in einem der vielen Cafés direkt vor dem Instituto. 3 Haeuser weiter steht uebrigens das Geburtshaus von Picasso - daher auch der Name.
Etliche der Schueler haben hier bei Null angefangen und sprechen nach ein paar Wochen echt gutes Spanisch. Der ganze Unterricht ist auf Spanisch, die Lehrer sprechen zwar Englisch bzw. Deutsch, aber sie vermeiden es natuerlich. Ich glaube, die Schule ist wirklich zu empfehlen. Es gibt eigene Buecher, die speziell auf die Beduerfnisse der Schueler abgestimmt wurden. Die Lehrer geben sich grosse Muehe.
Viele der Sprachschueler wohnen in einer Familie, die anderen teilen sich 3er- oder 5er-Appartements. Der Vorteil einer Familie: Man muss nicht kochen, es wird geputzt, und vor allem, man muss staendig Spanisch sprechen. So lernt man es definitiv am schnellsten.
Mit dem Bus zum Golfen
Waehrend Nadia den Samstag am Strand verbringen wollte, habe ich es vorgezogen, einen Tag lang zu golfen. Wieder ging's mit dem Bus bis zur Endstation und von dort 2 Minuten zu Fuss bis zum Golfplatz.
Angefangen hat mein Golfspiel dann damit, dass die Driving Range geschlossen war, weil das am Wochenende dort immer so ist. Also war ein Kaltstart angesagt. Aber dann konnte ich gleich mal das erste Loch nicht finden. Es war kurzfristig verlegt worden, und wohin, das war auf dem Plan nicht eingezeichnet. Also irrte ich zunaechst einmal quer ueber den Platz, bis mich jemand aufklaerte.
Ueber Mittag spielen die Spanier normal nicht, sondern halten Siesta. Ich war deshalb gluecklicherweise alleine unterwegs. Die ersten Bahnen liefen dann auch ganz ordentlich, bis ... ja, bis ich auf Antonio (ca.55) und seinen Sohn Pedro (ca.30) aufspielte. Sie fragten mich, ob ich mit ihnen weiterspielen wolle. Und logisch, ab da traf ich keinen Ball mehr!
Der Platz ist wunderschoen, aber auch sehr schwer, mit viel Gefaelle, engen Passagen und schwierigen Greens. Gleich viermal muss man ueber eine Strassenschlucht spielen! Gefaehrlich sind die dicken Palmen. Wenn man so eine trifft - was nicht selten vorkommt - empfiehlt es sich, schnell in Deckung zu gehen.
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Als meine 2 Mitspieler 4 Loecher vor Schluss unserer Golfpartie nach Hause mussten, lief's bei mir wieder deutlich besser ...
Was nur machen Brasilianer hier?
Das fragten wir uns heute Nachmittag am Strand von Málaga. Eigentlich wollten wir ganz in Ruhe unsere Hausaufgaben machen, was aber nicht moeglich war. Eine Gruppe von brasilianischen Spanisch-Studenten aus Salamanca feierte bereits den Start ins Wochenende mit "bastante" Alkohol.
Also blieb uns nichts anderes uebrig, als einfach ein wenig mitzufeiern.
Nur 200 km bis Marokko
Gestern war einer dieser seltenen Tage hier in Malaga. Die Sicht war unglaublich klar. Und wir konnten bis nach Afrika sehen:
Vermutlich ist es das Atlasgebirge, das man da am Horizont sehen kann. Oder weiss es vielleicht jemand besser?
Nun kann ich mir auch gut vorstellen, wie die Mauren ueberhaupt auf die Idee, so um 700 n.Ch. einfach uebers Meer nach Spanien zu schippern. Irgendwie muss es sie doch gereizt haben, mal nachzuschauen.
Andersherum waren die Spanier ja noch lange nicht in der Lage einen Gegenbesuch abzustatten. Erst 1492 gelang es ihnen ueberhaupt, die Mauren wieder davon zu jagen.
Das durch die Hochzeit von Isabella und Ferdinand vereinte Koenigreich, ging nun goldenen Zeiten entgegen. Noch im selben Jahr entdeckte Kolumbus Amerika und was dann so alles geschah, wisst ihr ja selbst.
Mas o menos ;-)
Club de Golf de El Candado
Nach einem spaeten Fruehstueck sind wir heute mit dem 11er-Bus aus Malaga rausgefahren. Als ein "Chico" samt Golfbag zustieg wussten wir, aha, da sind wir also schon mal richtig!
Die Endstation ist in El Palo, einem alten Fischerdoerfchen mit schoenem Strand und - auch dort - fleissig Spanischwoerter konjugierenden Auslaendern (und -innen!!)
5 Minuten vom Strand entfernt liegt ein historischer 9-Loch-Golfplatz (4 x Par3 und 5 x Par4). Die Puttinggreens sind wie eine Art "Putting-Garden" rings um das Clubhaus angeordnet.
Man kann einfach ohne Anmeldung kommen, 29 Euros zahlen und den ganzen Tag spielen. Der Platz liegt in einem engen Tal. Die Platzbeschreibung sagt: "... relatively difficult, with substantial level difference and challenging greens." Na, das erinnert doch stark an Stenz, oder?
Nana, das Mathe-Genie
Im Hause Martin sind nicht nur wir untergebracht, sondern auch noch 3 weitere Gaeste.
Zwei Frauen aus Montreal, mit denen wir uns auf Spanisch unterhalten muessen, weil wir ihr Franzoesisch einfach nicht verstehen. Veronika ist eine Richterin AD, Joanna arbeitet als Anwaeltin. Beide lernen hier Spanisch.
Und da ist noch ¬ Nana Odishelidze. Sie ist 40, kommt aus Georgien und ist Mathematikerin. Die Universitaet Malaga hat sie zu einem Mathematik-Kongress eingeladen. Sie spricht zwar perfekt Spanisch, haelt ihre Vortraege aber auf Englisch. Sie befasst sich mit mathematischen "Elastizitaets"???-Formeln. Da ist sie wohl richtig gut drin.
Wer kann mir weiterhelfen? Ich habe naemlich Null Ahnung, was das ist.
Gestern Abend wurde sie von einem "Statistik"-Genie der Uni Malaga namens Francesco zu einer "Poet-Party" eingeladen. Und weil sie nicht alleine gehen wollte, hat sie uns alle einfach mitgenommen. :-)))
Ein Freund vom "Profesore" praesentierte eine Spanischuebersetzung von Rainer Maria Rilke. Tja, sowas soll's geben! Natuerlich haben wir so gut wie nichts verstanden.
Als Wiedergutmachung entfuehrte uns Francesco gegen 0 Uhr in einen Jazzkeller. Der kam aber auch nicht so gut bei uns an. Wir versackten schliesslich in einer Tapas-Bar und heute morgen brummte bei allen der Schaedel.
Ke¡ne Ahnung, was Nana gerade ihren internationalen Kollegen so vorrechnet. ;-)
Just schaue ich hier heute drauf und stelle fest, dass der letzte Eintrag genau…
Nadia zu: WG-Leben mit Bojana
Winter-Blog-Pause??
Nadia zu: WG-Leben mit Bojana
Sommer-Blog-Pause???
Birgit zu: Morgen geht's nach Rovinj ...
Das liegt daran, dass ich mir nen neuen Blog einrichten will ... aber auch dazu…
Manu zu: Morgen geht's nach Rovinj ...
Schön, mal wieder was Aktuelles von Dir zu lesen :-)
Ich wünsche Euch…
Sarah zu: Morgen geht's nach Rovinj ...
Hi Birgit, viel Spaß und eine gute Fahrt! Liebe Grüße Sarah
anja.h zu: Frohe Weihnachten!
Was ist das denn fuer ein Bild?
Ich seh nen Weihnachtsbaum in schwarz auf…

Vancouver (CAN)




