So lustig ist das Studentenleben …
"Alt-Heidelberg, du feine,
Du Stadt an Ehren reich,
Am Neckar und am Rheine
Kein' andre kommt dir gleich."
von Joseph Victor von Scheffel
Beseelt von diesen Zeilen, machte sich Marius vor ein paar Wochen auf die Suche nach einer Bleibe. Wie sich herausstellte, war dies zu Beginn des neuen Semesters ein schier aussichtloses Unterfangen. Überraschenderweise wurde er zusammen mit einem anderen Suchenden irgendwann doch noch fündig.

Das Gästehaus der Uni Heidelberg soll in 2 Jahren abgerissen werden. Bis es aber soweit ist, wird es noch vermietet. Es befindet sich in Schlierbach, weit oben, in einer Villengegend. Die Straße dorthin ist so steil, dass jede einzelne Pferdestärke zählt - sofern man ein Auto besitzt. Mari hat sich aber fürs Fahrrad entschieden. Allerdings ist es unmöglich, von dort oben den Berg hinabzufahren. Keine Bremse schafft das.
Deshalb ließ er sein Rad über Nacht im Tal. Zwei Wochen lang, dann war es weg!

1 => Heidelberger Schloss
2 => Top-Aussicht in Schlierbach
3 => Fahrradweg am Neckar entlang in die Altstadt

Marius' Zimmer ist hell und ca. 26 qm groß. Zusammen mit Hannes teilt er sich Bad und Küche. Die Wohnung hat einen direkten Zugang zur Terrasse.
Da die beiden Studenten bislang weder Fernseher noch Internetzugang besitzen, bleibt viel Zeit zum Studieren. Obwohl Hannes eigentlich "Sonderpädagoge" werden will, studiert er im Nebenfach zusätzlich Humanmedizin. Marius hat ihn nämlich als "Abfrager" engagiert, weil schon nach knapp 3 Wochen Studium Prüfungen in "Knochen", "Terminologie" und "Extremitäten" anstanden.

Letzte Woche machte ich mich auf nach Heidelberg, um einen Schrank und verschiedene Care-Pakete nach Schlierbach zu transportieren. Bei dieser Gelegenheit traf ich mich auch mit der bereits "scheinfreien" Sarah.

Während Marius die Anatomie-Vorlesung besuchte und dort zum ersten Mal mit großer Begeisterung ein Herz freilegte, schlenderten Sarah und ich gemütlich durch die Innenstadt. Wir genossen den herrlichen Herbsttag. Von der "Alten Brücke" aus bestaunten wir den Sonnenuntergang über dem Neckar und den Dächern der Altstadt. Ein Schauspiel, das hier keine Seltenheit sein soll.

Kein Wunder, dass man in Heidelberg sein Herz verlieren kann - auf welche Weise auch immer.
Studeamus igitur

Eilmeldung:
Nach 11 Wartesemestern hat es jetzt endlich geklappt, heute kam der Bescheid: Marius hat einen Studienplatz in Humanmedizin, in Heidelberg!!!
"Nun lasst uns also studieren".
Zum Kommentar:
Studeamosmus igitur
Malade
Auf Französisch und auch auf Schwäbisch bedeutet "malade" soviel wie "krank". Das Wort hat aber nichts zu tun mit "Marmelade", denn das heißt auf französisch ja "confiture" und auf schwäbisch "Gsälz".

Als ich also am Faschingsdienstag sagte, "I fühl mi a weng malade", so hatte das absolut nichts mit Gsälz zu tun. Was natürlich nicht immer jeder richtig verstand - vor allem an besagtem Abend.

Da trieb sich nämlich so manch "Reigschmegter" in den Herrenberger Kneipen rum, wie z.B. Andrey, dem gebürtigen Ukrainer, der zwar viele Spachen fließend spricht, aber Französich und Schwäbisch sind nicht darunter.

Oder Kristin aus Magdeburg, die bei ihrem Arbeitgeber Frog-Design noch nicht viele Schwaben getroffen hat.
Ich musste mir also Mühe geben. Zum Glück waren da noch Arnd ...

... und Tochter Tina, aus dem Ehbühl. Die entschloss sich zur abendlichen Stunde kurzfristig, am nächsten Tag mit Leon und mir an den Feldberg zu fahren.

Zum ersten Mal war ich mit einer Snowboarderin auf der Piste. Und zum Glück hatten wir gutes Wetter ;-)

Leon überraschte mich nach seinem Skischullandheim mit einer sicheren, mutigen Fahrweise, selbst wenn es schwarze Abfahrten runterging. Pausen mag er nicht so und Fotoshootings sowieso überhaupt nicht.

Das Ergebnis unserer Pisten-Hetzerei waren stinkende Socken bei Tina ...
... und bei mir eine Woche lang Husten, Fieber, Heiserkeit und seit Sonntag auch noch Schnupfen.
"oifach a weng arg malade."
Mir geht's wieder besser, aber jetzt fängt's bei Roy an.
Süßes oder Saures?
Jakob, mein jüngster Neffe, feierte am Tag vor Allerheiligen seinen 6ten Geburtstag.

Sein Bruder Leon hatte für ihn einen Stuhl mit ägyptischen Motiven bemalt, den er ihm voller Stolz schenkte. Nach einer intensiven Zeit mit Rittern und Piraten stehen bei Jakob nämlich momentan die Ägypter hoch im Kurs.

Jakob gefiel sein Geschenk auch "ganz toll". Als Belohnung zeigte er uns auf dem Stuhl, so zu ¬ "Gehn wie die Ägypter". Leon dagegen interessierte sich an diesem Tag vor allem für Halloween (von "All Hallows’ Even" -> Allerheiligenabend).

Als unser Übernachtungsgast erschreckte er mich deshalb zur Geisterstunde mit "Wuahhh! Gib Süßes, oder es gibt Saures".

Aber auch für die wildesten Schreckgespenster ist es irgendwann Zeit fürs Bett.

Und wenn man dann früh morgens Roy aus dem Bett aufschreckt, gibt's gleich Saures :-) nämlich eine tragende Rolle als Spülmacher in unserer Küche. Aber ganz so schlimm, wie es auf dem Foto aussieht, war es dann doch nicht. Schließlich hatte Leon Roy als versierten Abtrockner zur Seite.
Crashkurs für Heiratswillige
Wer heiratet, der muss das wirklich von ganzem Herzen wollen: Denn eine Hochzeit ist nicht nur lustig, sondern kann auch ganz schön stressig sein. Hier ein kleiner Crashkurs am Beispiel der Heirat von Manu und Carsten:

Das JA-Wort, das sich die Beiden vor dem Traualtar gaben, war noch die leichteste Übung. Denn der Pfarrer sagte ja sogar den Text vor :-) Der göttliche Beistand dürfte den Beiden bei der gewählten Formulierung sicher sein: JA - und Gott helfe mir.

Anstrengender war da schon, all die vielen Glückwünsche vor der Kirche entgegenzunehmen. Manch einer der Gäste musste sich gar erst vorstellen. Aber die Herbstsonne machte die Gratulationskur zu einer sehr erfreulichen Sache.

Angekommen im Hotel Aramis, war's dann Zeit für das obligatorische Familienfoto. Ehepaar und Fotografen hatten einige Mühe, bis sich alle Familienmitglieder zum Foto versammelt hatten. Aber, wie ihr seht, am Ende hat's dann doch noch geklappt.

Für den Hochzeitswalzer hatten sich Manu und Carsten "Piano Man ... It's nine o'clock on a Saturday ... " von Billy Joel ausgesucht. Ein Walzer mit fast sechs Minuten Länge? Ganz schön mutig, wenn man bedenkt, dass Handballer eigentlich nicht gerne tanzen. Da hat sich der 1-stündige Tanz-Crashkurs ein paar Tage zuvor doch bezahlt gemacht.

Kaum hatten die Beiden die Tanzprüfung erfolgreich bewältigt, wartete auch schon die nächste Herausforderung auf das Brautpaar. Bravourös steuerte Carsten das "Cabriolet" mit der wertvollen Fracht blind durch den Saal - natürlich mit Vollgas.

Als Belohnung sorgten die Gäste für noch mehr Romantik. Sollte das vielleicht schon das Startsignal für die Hochzeitsnacht gewesen sein?

Weit gefehlt! Denn da waren ja noch die Mädels von der zweiten Frauen-Mannschaft, die von Carsten trainiert werden. Und die hatten sich vorgenommen, bis in die Puppen zu tanzen. Zum Glück sprang da Co-Trainer Jochen Donner in die Bresche, ...

... so dass sich Carsten auch auf der Tanzfläche ganz auf seine Angetraute konzentrieren konnte.
Auf Zwetschgenpirsch - zwischen Schwarzwald und Rheinauen
Mein Bruder Ralph freut sich immer über einen Besuch. Am vergangenen Sonntag lockte er uns mit der Aussicht auf reife Zwetschgen ins Badische nach Bühl. Er versprach uns einen vierstündigen Spaziergang entlang von Obstwiesen und Weinbergen.

(v.l.: mein Bruder Ralph, Kollege Jürgen und mein Onkel Uli)
Obwohl wir intensiv Ausschau hielten, konnten wir nicht eine einzige Zwetschge entdecken.

Dafür aber gab es auf dem Weg von Ottersweier hoch zur Burg Windeck jede Menge süßer Trauben, Maronen, Äpfel - und Schnapsbrunnen.

Deswegen kamen wir nur langsam voran. (Hier zwei professionelle Traubentester bei ihrer anstrengenden Arbeit)

Erst als die Burg Windeck vor uns auftauchte, beschleunigten wir unsere Schritte.

Dort wurden wir von einem herrlichen Blick auf das Rheintal belohnt ...

... und einem zünftigen Vesper zwischen den Reben, mit Zwiebelkuchen und neuem badischen Wein.
Wie gut, dass es nicht auch noch Zwetschgen gab ;-)
KKK-Turnier in Stenz
Am kommenden Wochenende findet in Stenz wieder das alljährliche KKK-Golf-Turnier statt. Obwohl der Termin frühzeitig bekannt gegeben wurde, werden etliche KKK-Golfer - unter anderem ich - leider nicht daran teilnehmen können.
Kurzentschlossen organisierte Siegmar deshalb ein "Vor"-Turnier zwei Wochen vor dem eigentlichen Turnier. Ebenso kurzentschlossen sagten Roy, Marius und ich unsere Teilnahme zu.

v.l.: Marius, Nenad, Hermann Teufel
Die Generalprobe am Samstag verlief überraschend gut.

Vor allem Mari hatte glänzende Rundenergebnisse aufzuweisen. Vielleicht lag's an Opas Brille, die ihm den rechten Durchblick verschaffte.

Aber auch Siegmar, Stippy und Roy blickten dem Turniersonntag freudig entgegen.

v.l.: Birgit (Philippin), Michael und Dieter.
Auf der Bank: Gela, Siggi und Mari.
Der verlief dann - wie schon fast befürchtet - nicht annähernd so gut wie der Vortag. Aber nicht nur Mari und ich enttäuschten, auch meine Flightgefährten Michael Heller und Siggi Dürner fanden nie richtig zu ihrem Spiel.

Aber niemand ließ sich dadurch seine gute Laune verderben. Wuwu hatte sowieso gut lachen, denn der hatte wohlweislich gar nicht erst mitgespielt.

Mehr Fotos vom Golf-Wochenende im Allgäu findet ihr in der Galerie:
Stenz KKK-Turnier 2008 
Paris (3) - Tour des monuments
In Paris gibt es viele Sehenswürdigkeiten. Hier zwei meiner Favoriten:
Platz eins belegen für mich die Touristen vor dem Palais du Trocadéro mit Blick auf den Champ de Mars und den Eiffelturm.

Diese zwei "junge" Frauen aus Osteuropa nutzten zum Beispiel die einmalige Aussicht für inspirierende Modelaufnahmen.

Auch der junge Mann aus dem "Westen" bot alles auf ...

um sich, seine Frau und den Turm perfekt aufs analoge Bild zu bannen.

Upps, da haben sich doch glatt welche mit aufs Foto geschlichen ;-)

Und Platz zwei belegt dieser Gemüseladen:
Wir passierten gerade die Ecke Rue Garreau/Rue Androuetdaran, als Reimar einfiel, dass er noch ein paar Einkäufe tätigen sollte. Anja und ich blieben draußen und betrachteten solange den schönen "Marché de la Butte" von Ali Mdoudhy.
Zum Glück hatte sich Anja gerade vor zwei Wochen zum wiederholten Male ¬ Amelie angeschaut, und schon erkannte sie auch - nach kaum 5 min - diesen Laden wieder.

Paris (2) – Tour des Locomotions
Es gibt viele Möglichkeiten, sich in Paris fortzubewegen:

"L'Open Tour" nennt sich der Bus, der alle wichtigen Sehenswürdigkeiten anfährt und dann immer davor wartet, bis die Mitreisenden sich alle gegenseitig fotografiert haben.

Dann gibt es natürlich ¬ die Metro. Leider fährt sie überwiegend unter der Erde, so dass man außer schönen Plakaten und interessanten Menschen nicht besonders viel zu sehen bekommt.

Man kann natürlich auch eine Seine-Rundfahrt buchen.
Hierzu unser Insider-Tipp für alle, die sich in Paris mal etwas verlassen vorkommen: Du stellst dich auf eine der Seinebrücke und siehst so ein Boot heranfahren. Nur einmal kurz winken, und schon winkt das ganze Boot zurück ;-)

Aber schon Victor Hugo wusste: "Paris bedeutet laufen." In diesem Sinne liefen auch wir kreuz und quer durch die Metropole. Zahllose Seitensträßchen luden uns dazu ein, sie zu entdecken. Wir ließen uns treiben und begegneten so vielen kleinen und großen Sehenswürdigkeiten.

Und wem die ganze Lauferei zu bunt wird, der findet in Paris überall ein Plätzchen, um seine Füße hochzulegen.
À suivre ...
Paris (1) – Tour d’amuse-gueules multiculturels
Abfahrt 6.54 Uhr Stuttgart Hauptbahnhof. Nur dreieinhalb Stunden benötigt der TGV bis zum Gare de l'Est - und der liegt mitten in Paris.

Nach 10 Stunden Sightseeing trafen wir uns mit unserem Gastgeber Reimar und gingen mit ihm ins jüdische Szene-Viertel ¬ Marais gut essen – und wen wundert's - zum Israeli.

Wenn man in Paris chic oder auch nur ganz bescheiden ausgehen will, muss man sich an die Preise erst einmal gewöhnen. Unter 4 Euro bekommt man weder einen Cafe Crème (=Cappuccino) noch ein kleines Gläschen (0,1l) Wein.

Nichts desto trotz testeten wir am Tag darauf die französische Küche "Chez Marie" auf dem ¬ Montmartre ...

... und am Morgen danach genossen wir bis in die Nachmittagsstunden hinein "Chez Reimar" ein deutsches Geburtstags-Frühstück.

Direkt anschließend besuchten wir einen Inder, bevor wir unsere Tour im Viertel ¬ Oberkampf mit kubanischen Mojitos fortsetzten.

Zum Glück beschränkt sich Kultur in Paris nicht nur aufs Essen!
À suivre ...
Just schaue ich hier heute drauf und stelle fest, dass der letzte Eintrag genau…
Nadia zu: WG-Leben mit Bojana
Winter-Blog-Pause??
Nadia zu: WG-Leben mit Bojana
Sommer-Blog-Pause???
Birgit zu: Morgen geht's nach Rovinj ...
Das liegt daran, dass ich mir nen neuen Blog einrichten will ... aber auch dazu…
Manu zu: Morgen geht's nach Rovinj ...
Schön, mal wieder was Aktuelles von Dir zu lesen :-)
Ich wünsche Euch…
Sarah zu: Morgen geht's nach Rovinj ...
Hi Birgit, viel Spaß und eine gute Fahrt! Liebe Grüße Sarah
anja.h zu: Frohe Weihnachten!
Was ist das denn fuer ein Bild?
Ich seh nen Weihnachtsbaum in schwarz auf…

Vancouver (CAN)




