Freunde

Malade

Auf Französisch und auch auf Schwäbisch bedeutet "malade" soviel wie "krank". Das Wort hat aber nichts zu tun mit "Marmelade", denn das heißt auf französisch ja "confiture" und auf schwäbisch "Gsälz".



Als ich also am Faschingsdienstag sagte, "I fühl mi a weng malade", so hatte das absolut nichts mit Gsälz zu tun. Was natürlich nicht immer jeder richtig verstand - vor allem an besagtem Abend.



Da trieb sich nämlich so manch "Reigschmegter" in den Herrenberger Kneipen rum, wie z.B. Andrey, dem gebürtigen Ukrainer, der zwar viele Spachen fließend spricht, aber Französich und Schwäbisch sind nicht darunter.



Oder Kristin aus Magdeburg, die bei ihrem Arbeitgeber Frog-Design noch nicht viele Schwaben getroffen hat.
Ich musste mir also Mühe geben. Zum Glück waren da noch Arnd ...



... und Tochter Tina, aus dem Ehbühl. Die entschloss sich zur abendlichen Stunde kurzfristig, am nächsten Tag mit Leon und mir an den Feldberg zu fahren.



Zum ersten Mal war ich mit einer Snowboarderin auf der Piste. Und zum Glück hatten wir gutes Wetter ;-)



Leon überraschte mich nach seinem Skischullandheim mit einer sicheren, mutigen Fahrweise, selbst wenn es schwarze Abfahrten runterging. Pausen mag er nicht so und Fotoshootings sowieso überhaupt nicht.



Das Ergebnis unserer Pisten-Hetzerei waren stinkende Socken bei Tina ...
... und bei mir eine Woche lang Husten, Fieber, Heiserkeit und seit Sonntag auch noch Schnupfen.
"oifach a weng arg malade."

Mir geht's wieder besser, aber jetzt fängt's bei Roy an.


 

Crashkurs für Heiratswillige

Wer heiratet, der muss das wirklich von ganzem Herzen wollen: Denn eine Hochzeit ist nicht nur lustig, sondern kann auch ganz schön stressig sein. Hier ein kleiner Crashkurs am Beispiel der Heirat von Manu und Carsten:



Das JA-Wort, das sich die Beiden vor dem Traualtar gaben, war noch die leichteste Übung. Denn der Pfarrer sagte ja sogar den Text vor :-) Der göttliche Beistand dürfte den Beiden bei der gewählten Formulierung sicher sein: JA - und Gott helfe mir.



Anstrengender war da schon, all die vielen Glückwünsche vor der Kirche entgegenzunehmen. Manch einer der Gäste musste sich gar erst vorstellen. Aber die Herbstsonne machte die Gratulationskur zu einer sehr erfreulichen Sache.



Angekommen im Hotel Aramis, war's dann Zeit für das obligatorische Familienfoto. Ehepaar und Fotografen hatten einige Mühe, bis sich alle Familienmitglieder zum Foto versammelt hatten. Aber, wie ihr seht, am Ende hat's dann doch noch geklappt.



Für den Hochzeitswalzer hatten sich Manu und Carsten "Piano Man ... It's nine o'clock on a Saturday ... " von Billy Joel ausgesucht. Ein Walzer mit fast sechs Minuten Länge? Ganz schön mutig, wenn man bedenkt, dass Handballer eigentlich nicht gerne tanzen. Da hat sich der 1-stündige Tanz-Crashkurs ein paar Tage zuvor doch bezahlt gemacht.



Kaum hatten die Beiden die Tanzprüfung erfolgreich bewältigt, wartete auch schon die nächste Herausforderung auf das Brautpaar. Bravourös steuerte Carsten das "Cabriolet" mit der wertvollen Fracht blind durch den Saal - natürlich mit Vollgas.



Als Belohnung sorgten die Gäste für noch mehr Romantik. Sollte das vielleicht schon das Startsignal für die Hochzeitsnacht gewesen sein?



Weit gefehlt! Denn da waren ja noch die Mädels von der zweiten Frauen-Mannschaft, die von Carsten trainiert werden. Und die hatten sich vorgenommen, bis in die Puppen zu tanzen. Zum Glück sprang da Co-Trainer Jochen Donner in die Bresche, ...



... so dass sich Carsten auch auf der Tanzfläche ganz auf seine Angetraute konzentrieren konnte.


 

Paris (3) - Tour des monuments

In Paris gibt es viele Sehenswürdigkeiten. Hier zwei meiner Favoriten:

Platz eins belegen für mich die Touristen vor dem Palais du Trocadéro mit Blick auf den Champ de Mars und den Eiffelturm.



Diese zwei "junge" Frauen aus Osteuropa nutzten zum Beispiel die einmalige Aussicht für inspirierende Modelaufnahmen.



Auch der junge Mann aus dem "Westen" bot alles auf ...



um sich, seine Frau und den Turm perfekt aufs analoge Bild zu bannen.



Upps, da haben sich doch glatt welche mit aufs Foto geschlichen ;-)



Und Platz zwei belegt dieser Gemüseladen:

Wir passierten gerade die Ecke Rue Garreau/Rue Androuetdaran, als Reimar einfiel, dass er noch ein paar Einkäufe tätigen sollte. Anja und ich blieben draußen und betrachteten solange den schönen "Marché de la Butte" von Ali Mdoudhy.

Zum Glück hatte sich Anja gerade vor zwei Wochen zum wiederholten Male ¬ Amelie angeschaut, und schon erkannte sie auch - nach kaum 5 min - diesen Laden wieder.


 

Paris (2) – Tour des Locomotions

Es gibt viele Möglichkeiten, sich in Paris fortzubewegen:



"L'Open Tour" nennt sich der Bus, der alle wichtigen Sehenswürdigkeiten anfährt und dann immer davor wartet, bis die Mitreisenden sich alle gegenseitig fotografiert haben.



Dann gibt es natürlich ¬ die Metro. Leider fährt sie überwiegend unter der Erde, so dass man außer schönen Plakaten und interessanten Menschen nicht besonders viel zu sehen bekommt.



Man kann natürlich auch eine Seine-Rundfahrt buchen.
Hierzu unser Insider-Tipp für alle, die sich in Paris mal etwas verlassen vorkommen: Du stellst dich auf eine der Seinebrücke und siehst so ein Boot heranfahren. Nur einmal kurz winken, und schon winkt das ganze Boot zurück ;-)



Aber schon Victor Hugo wusste: "Paris bedeutet laufen." In diesem Sinne liefen auch wir kreuz und quer durch die Metropole. Zahllose Seitensträßchen luden uns dazu ein, sie zu entdecken. Wir ließen uns treiben und begegneten so vielen kleinen und großen Sehenswürdigkeiten.



Und wem die ganze Lauferei zu bunt wird, der findet in Paris überall ein Plätzchen, um seine Füße hochzulegen.

À suivre ...


 

Paris (1) – Tour d’amuse-gueules multiculturels

Abfahrt 6.54 Uhr Stuttgart Hauptbahnhof. Nur dreieinhalb Stunden benötigt der TGV bis zum Gare de l'Est - und der liegt mitten in Paris.



Nach 10 Stunden Sightseeing trafen wir uns mit unserem Gastgeber Reimar und gingen mit ihm ins jüdische Szene-Viertel ¬ Marais gut essen – und wen wundert's - zum Israeli.



Wenn man in Paris chic oder auch nur ganz bescheiden ausgehen will, muss man sich an die Preise erst einmal gewöhnen. Unter 4 Euro bekommt man weder einen Cafe Crème (=Cappuccino) noch ein kleines Gläschen (0,1l) Wein.



Nichts desto trotz testeten wir am Tag darauf die französische Küche "Chez Marie" auf dem ¬ Montmartre ...



... und am Morgen danach genossen wir bis in die Nachmittagsstunden hinein "Chez Reimar" ein deutsches Geburtstags-Frühstück.



Direkt anschließend besuchten wir einen Inder, bevor wir unsere Tour im Viertel ¬ Oberkampf mit kubanischen Mojitos fortsetzten.



Zum Glück beschränkt sich Kultur in Paris nicht nur aufs Essen!

À suivre ...


 

Achter Achter Null Acht

Nicht nur in China sollte am Tag der Glückszahl "8" Großes geschehen. Nein, auch die deutschen Standesämter wurden gestern gestürmt. Ebenfalls mit von der Partie: Carsten und Manu - nur wenige waren eingeweiht.



"So geht das aber nicht", dachte sich Carstens Schwester Conny und organisierte heimlich einen Polterabend. Ganz in der Manier ihres Bruders: kurzfristig, spontan und überraschend ...



Am Tag darauf ging es deshalb etwas unausgeschlafen zum Standesamt. Carsten wusste wohl nicht so recht, was er von der ganzen Angelegenheit halten sollte ...



... was ihm der Standesbeamte dann aber freundlicherweise ausführlichst darlegte.



Nach der Trauung hatten sich etliche Gratulanten beim Standesamt eingefunden. Der ein oder die andere sahen sich das aus (noch!) vermeintlich sicherem Abstand an.



Viel Zeit zum Gratulieren blieb nicht, denn schon waren die Nächsten dran. Die Ankunft dieser Hochzeitsgesellschaft war nicht zu überhören.



Beim Lamm ging es dann etwas ruhiger zu, so dass man Carstens spontane Rede an seine Überraschungsgäste gut verstehen konnte.



Die Arbeitskollegen ließen das Brautpaar hochleben und machten noch lange keine Anstalten zum Aufbruch. "Aber was soll's" dachte da sicherlich Carsten "schließlich ist man ja flexibel!"


 

Where the hell was Sarah F.?



Letzten Samstag hatten Försters wieder zu ihrer alljährlichen Hocketse in die Kirchgasse 1 eingeladen.



Gastgeberin Karin hatte wie immer alles im Griff und hieß die zahlreichen Gäste herzlich willkommen.

Das Wetter und die Stimmung waren freundlich, ich vermisste nur noch Töchterchen Sarah.



Ob wohl Omi was wusste - und nicht preisgab?



Auch Sarahs Papa verbarg sein Wissen gekonnt unter zwei Hüten.



Und die Verwandtschaft rätselte ebenfalls.



Dann kam's raus: Sarah feierte einen Junggesellinnen-Abschied in Stuttgart.



Aber schließlich gab es ja genügend nette Gäste, mit denen ich mich unterhalten konnte: Sarahs Nachbarn, Bob, Linde, Cousine, Doktor, Onkel, Pfarrer, frühere Lehrerin, ... und sehr lange und interessant mit der Frau des Herrenberger Dekans. ;-)


 

Darf ich bitten …

Ein Fest auf dem getanzt wird, das wünschte sich Gastgeberin Andrea zu ihrem 50sten Geburtstag.



Deshalbe engagierte sie einen Tanzlehrer, der die Gäste gleich zum Auftakt in Merengue und Salsa einwies. Vor allem das "Bierdeckel schieben" wurde gut umgesetzt und bereitete allen großen Spaß. Allen?



Nein, da gab es ja noch Roy.



Obwohl der seine Tanzschuhe dieses Mal ausnahmsweise nicht vergessen hatte, verbrachte er den Abend doch überwiegend "in Sicherheit", draußen bei den Rauchern.



Nach einem leckeren Menu legte der Tanzlehrer noch mehr heiße Rhythmen für uns auf.



Da musste Andrea nicht zweimal bitten ... !


 

Besuch aus der Bundeshauptstadt

Vor kurzem fanden Sandra und ¬ Paddi den Weg zu uns ins Gäu.



Und wir, zusammen mit ihnen, den Weg von Herrenberg in den Grünen Baum nach Tailfingen.



"Sind normale Straßenschuhe OK?" "Klar, alle Wege sind asphaltiert."



Ralf kennt den Weg ja bestens.



Emmi auch. Also nichts wie hinterher.



Es führen viele Wege nach Tailfingen - nicht nur asphaltierte.



Aber alles kein Problem für Großstadt-Dschungel-erprobte Berliner!


 

David im kalten Deutschland

David, Nadias Freund, kommt aus der Dominikanischen Republik. Dort ist es ja bekanntlich meist ein paar Grad wärmer als in Deuschland.



Im Lamm ließ er deshalb, trotz "heißer" Diskussionen, seine Jacke an.



Doch wenig später wurde ihm klar, dass es einem auch im kühlsten Winter beim Blick in Nadias blaue Augen warm ums Herz werden kann.


 




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